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Über den WAT Orientierungslauf

Die Sportart Orientierungslauf ist eine von 52 Sparten des WAT (Wiener Arbeiter Turn- und Sportverein, gegründet 1892), der mit fast 10.000 aktiven Mitgliedern zu den größten Sportvereinen in Österreich zählt. Der WAT Orientierungslauf feiert somit heuer (2015) sein 50-jähriges Bestehen. Momentan hat der WAT Orientierungslauf an die 70 Mitglieder und ist in allen Altersbereichen aktiv und erfolgreich.

Ein bisschen Geschichte

 

Der WAT Orientierungslauf (kurz WAT OL) wurde im Jahr 1965 vom langjährigen Präsidenten des ÖFOL, Fritz WOITSCH, als eigene Sparte im WAT gegründet und ist damit einer der ältesten Orientierungslaufvereine in Österreich. Der WAT OL feiert somit heuer (2015) sein 50jähriges Bestehen. Zunächst hatte Fritz WOITSCH selbst und später dann Günther KOCHMANN die Leitung der Sparte inne – seit 1973 ist Meinrad HUEMER Spartenleiter bzw. Obmann. Seit 2015 wird die WAT-Sparte Orientierungslauf als eigener Verein unter der Bezeichnung „WAT ORIENTIERUNGSLAUF“ (WAT OL) geführt.

 

Viele der auch heute noch aktiven und bekannten Senior-Orientierungsläufer (z.B. Christoph und Meinrad HUEMER, Josef KAINZBAUER, Traude FESSELHOFER) aber auch Hans KOLAR kamen in den 70er Jahren aus dem Lager der WAT-Leichtathleten und wechselten zu dem damals wesentlich abenteuerlicheren Orientierungslauf. Anfang der 70er konnten auch die ersten Kontakte zum Wiener Gymnasium BG 16 Maroltingergasse geknüpft werden. Herta PAMLITSCHKA, Judith, Thomas und Martin HUEMER, Rainer RATH, Walfried ZEILINGER und Arnulf WOLFRAM haben in dieser Zeit schöne nationale und regionale Erfolge gefeiert, selbst der spätere ORF-Generalintendant Gerhard ZEILER hatte in seinen Jugendjahren einige Orientierungsläufe für den WAT OL bestritten.

 

Dank der Tätigkeit von Thomas „Tom“ BALLIK und Klaus RADIL als Professoren im BG 16 war das damals eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit mit der Schule – mehr als die Hälfte der Mitglieder sind oder waren „Maroltinger“. Das ist hauptsächlich der Verdienst von Klaus RADIL, der Mitte der 80er eine Neigungsgruppe OL aufbaute, die dann später von Tom BALLIK weitergeführt wurde. Erfolgreiche Maroltinger aus der „Klaus-Ära“ waren damals u.a. Gerd und Dagmar BINDER, Susanne AUER, Bernhard FINK, Hubertus KRÖLL, Hartmut LEMMEL, Stephan PUCHEGGER, Alex SRB, Ernst KALIWODA, Florian SCHWAIGER, Beate BLUTSCH, Iris HAMMERSCHMID, Anna LEUTGEB, Karoline KRONSTEINER, Barbara MEISSL, Elias JOACHIMSTHALER, Martin JAGER sowie Johannes und Markus RIEDL aber auch jetzt aktuell Thomas und Kathrin FABIAN, Thomas HACK und Franz GLANER. Zu dieser Jugendgruppe sind schon in den 90er Jahren mit Sonja und Hannes KOLAR sowie Bernhard und Roman HUEMER und später dann noch mit Brie GSCHÖPF, Philipp HAIDER, Wolfgang SIEGERT, Martin MARKSTEINER und Franz KRECZY weitere gute OLer dazu gestoßen. Aber auch über Erich EIGELSREITER vom BRG II Vereinsgasse sind viele Jugendliche, wie z.B. Daniel BICHL, Sabine ANDREAS, Petra TRIMMEL oder Adi ZEMANN zum Verein gekommen. Seit einigen Jahren sind auch Jugendliche aus dem BG Schmelz unter der dort als Professorin tätigen Herta PAMLITSCHKA unserem Verein beigetreten, wie z.B. Matthias MERSICH, Ingo ACHILLES, Konrad GESSL, Marius POIRSON, Wanda PERNER oder Fabian LABNER.

 

Aber auch auf regionaler und nationaler Verbandsebene haben einige unserer Vereinsmitglieder die OL-Entwicklung entscheidend mitgestaltet. Günther KOCHMANN war seit der Gründung des Wiener Orientierungslaufverbandes (WOLV) im Jahre 1972 bis 2012 und damit insgesamt 40 Jahre im Vorstand tätig (davon viele Jahre als Präsident) und auch Meinrad HUEMER ist seit 1975 ebenfalls WOLV-Vorstandsmitglied. Auch Thomas HUEMER, Alexander SRB sowie Klaus RADIL und Erich EIGELSREITER (sie betreuten beide mehrere Jahre hindurch den Wr. OL-Jugendkader) waren als Vorstandsmitglieder im WOLV aktiv. Auf nationaler Ebene waren Günther KOCHMANN, Meinrad HUEMER (er leitete 12 Jahre die Technische Kommission im ÖFOL und war federführend für die Erstellung von 2 ÖFOL-Wettlaufordnungen verantwortlich) und Alexander SRB (leitete ebenfalls einige Jahre die Technische Kommission im ÖFOL) über viele Jahre im Österreichischen Fachverband für Orientierungslauf (ÖFOL) als Vorstandsmitglieder tätig.

 

Sportliche Erfolge

 

Christl WOITSCH errang Mitte der 60er Jahre die erste österreichische Medaille für den jungen WAT OL. In den weiteren Jahren wurden viele Trainingslager zusammen mit dem TVN Wien (jetzt NF Wien) abgehalten bzw. daran teilgenommen, wobei die berühmten TVN-Seminare in Schielleiten für viele WAT-LäuferInnen die Grundbasis ihrer OL-Ausbildung waren. Viele Medaillen bei regionalen und auch nationalen Meisterschaften folgten. Herta PAMLITSCHKA sowie Thomas, Martin und Meinrad HUEMER nahmen damals auch an mehreren Weltmeisterschaften teil und erliefen auch einige Medaillen bei österreichischen Meisterschaften.

 

Brie GSCHÖPF konnte in der Damen-Elitekategorie 1999 in den Bergen von Klosterneuburg den ersten österreichischen Staatsmeistertitel, 2001 in den „grimmigen“ Abhängen bei Grimmenstein den Vizestaatsmeistertitel und 2002 in den steilen Hängen bei Innsbruck ihren zweiten Staatsmeistertitel für den WAT OL holen. 2003 errang sie dann auf der Hebalm / Stmk eine Bronzemedaille bei der Staatsmeisterschaft. 12 Jahre nach ihren ersten Titel konnte sie 2011, 2012 und 2013 drei weitere Staatsmeisterschafts - Bronzemedaille in der höchsten Damenkategorie erlaufen. Daneben errang sie noch viele weitere Medaillen bei Österreichischen Meisterschaften. Auf Grund ihrer hervorragenden Leistungen war sie Mitglied des Nationalkaders und wurde mehrfach zu Weltmeisterschaften entsendet. Ihr bestes Ergebnis bei einer WM holte sie 2003 in der Schweiz, wo sie im Sprintbewerb den ausgezeichneten 14. Platz belegte.

 

Ihre männlichen Pendants in der Herren-Elite Kategorie sind derzeit Wolfgang SIEGERT (vielfacher WM-Teilnehmer; jeweils 3. Plätze bei der Österreichischen Staatsmeisterschaften 2009 im Sprint OL in Feldkirch sowie bei der Österreichischen Staatsmeisterschaft 2010 in der Langdistanz im Gebiet rund um den Obernberger See / Tirol und 2013 in Edlitz / NÖ sowie Ranglistensieger und mehrfacher Österr. Jugendmeister) und Franz GLANER (mehrfacher WM-Teilnehmer, Vizestaatsmeister im Sprint-OL 2014 in Villach und mehrfacher Österreichischer Juniorenmeister und Ranglistensieger), die beide ebenfalls in den vergangenen Jahren in ihrer Kategorie noch weitere Meisterschaftsmedaillen erlaufen konnten.

 

Vor allem in den letzten Jahren errangen weitere LäuferInnen aus unserem Verein viele schöne Platzierungen bei nationalen und regionalen Meisterschaften und holten auch viele österreichische Meistertitel. Beispielhaft seien hier der Österreichische Mannschaftsmeistertitel 2013 in der Damen 19- Kategorie durch Brie GSCHÖPF, Nina GLENTZER und Thea SCHNEIDER-LILLEHOV und bei dem Herren die beiden Silbermedaillen bei den Österreichischen Staffelmeisterschaften 2006 in Innsbruck und 2007 in Wien/Auhof durch Wolfgang SIEGERT, Philipp HAIDER und Bernhard FINK sowie die Bronzemedaille bei der Österreichischen Mannschaftsmeisterschaft 2014 bei Linz durch Wolfgang SIEGERT, Franz Glaner und Philipp HAIDER (alle in der höchsten Herrenkategorie H19-) angeführt. Unsere SpitzenläuferInnen wurden und werden auch immer wieder in die österreichische Nationalmannschaft berufen um Österreich bei internationalen Bewerben wie Weltmeisterschaften, Juniorenweltmeisterschaften, Europameisterschaften, Europacup-Läufen aber auch bei Studenten Weltmeisterschaften und Militärweltmeisterschaften zu vertreten. Aktuell sind Wolfgang SIEGERT, Franz GLANER, Philipp HAIDER, Thomas FABIAN und Daniel BICHL unsere besten Eliteläufer und Brie GSCHÖPF unsere beste Eliteläuferin.

 

Viele unserer ehemaligen EliteläuferInnen gehören auch in den Seniorenkategorien zu den besten österreichischen OL-LäuferInnen, wie besonders Brie GSCHÖPF und Herta PAMLITSCHKA und erlaufen auch dort viele österr. Meistertitel und Medaillen für den WAT OL.

 

Kein Verein ohne Funktionäre und Trainer

 

Waren es in den Anfängen vor allem Günther und Wilma KOCHMANN und dann Meinrad, Elisabeth, Thomas und Martin HUEMER, Christine NIESSL, Christl, Alexander und Walter SRB sowie Hans KOLAR, die den Verein lenkten, so konnten mit Zunahme der Mitglieder die Aufgaben besser verteilt werden. Heute stehen dem WAT OL mit Christl, Alexander und Walter SRB, Klaus RADIL, Tom BALLIK, Daniel BICHL, Josef und Peter KAINZBAUER, Herta PAMLITSCHKA, Günther KOCHMANN, Reinhard und Wolfgang SIEGERT, Nina GLENTZER, Stephan PUCHEGGER sowie den Geschwistern Christoph, Meinrad, Thomas und Martin HUEMER gut ausgebildete und engagierte Mitglieder als Funktionäre zur Verfügung. Mit Günther KOCHMANN, Erich EIGELSREITER, Thomas, Martin und Meinrad HUEMER hat der WAT OL auch fünf staatlich geprüfte OL-Trainer und mit Alexander SRB und Herta PAMLITSCHKA auch zwei OL-Instruktoren in seinen Reihen.

 

Um die Vereinsmitglieder besser informieren zu können, wurde 1988 eine eigene Vereinszeitung ins Leben gerufen, die redaktionell zuerst von Meinrad HUEMER, dann von Hans KOLAR und zum Schluss von Alexander und Michael SRB geleitet wurde. Im Sinne der Nutzung des Internet als aktuelles Kommunikationsmittel wurde sie 2003 in ein Online-Medium umgewandelt.

 

Viele Innovationen im österr. OL-Geschehen sind auch von WAT-Läufern ausgegangen. So seien hier lediglich beispielhaft erwähnt: der Einsatz des ersten elektronischen OL-Auswerteprogramms 1978 auf einem Kleinrechner, der erste Selbstbau und Einsatz eines elektronischen Startgerätes im Jahre 1977 (funktioniert auch heute noch tadellos) und die erste durch Reinhard SIEGERT im Rahmen der ÖM Nachwuchs- und Senioren 1998 am Tulbinger Kogel sowie in weiterer Folge bei der ÖM Nacht 1998 am Hutwisch und im professionellen Umfang dann bei der ÖM Sprint 2008 im Otto Wagner Spital durchgeführte private Fernsehübertragungen aus dem Laufgelände.

 

Veranstaltungen

 

Seit seinen Anfängen tritt der WAT OL auch als Veranstalter in Erscheinung. Zuerst waren es Günther KOCHMANN mit seiner Frau Wilma, die als Organisatoren von regionalen Meisterschaften auftraten und vor allem bis in die 90er Jahre maßgeblich den OL-Schulsport in Wien prägten und dafür unzählige Meisterschaftsbewerbe organisierten. Heute werden regelmäßig Wiener Meisterschaften und sonstige regionale Läufe (WOLV-Cup, WOLV-Sommercup, JUFA Sprint Cup, Straßenbahn-Orientierungsfahrt, Höhlen-OL und der sehr beliebte Advent-Cup in der Vorweihnachtszeit) organisiert, für die von Mitgliedern des Vereins viele OL-Karten in und rund um Wien selbst gezeichnet wurden und auch weitere gezeichnet bzw. aktualisiert werden. Aber auch Österreichische Meisterschaften wurden vom WAT OL 1983 (ÖM Nachwuchs- und Senioren), 1998 (ÖM Nachwuchs- und Senioren) und 2008 (ÖM Sprint) erfolgreich durchgeführt, wobei letztere mit dem Bestreben wieder etwas Innovatives für den OL einzubringen, unter dem Titel „OL und Kultur“ organisiert wurde und daher neben der ÖM auch ein kulturelles Programm angeboten (und auch gut angenommen) wurde.

 

Das Wichtigste: Spaß durch und mit OL!

 

Besonderer Beliebtheit unter den Vereinsmitgliedern erfreut sich nach wie vor die traditionelle Vereinsmeisterschaft, die heuer (2015) bereits zum 39. Mal ausgetragen wurde. Von Meinrad HUEMER selbst werden dafür in liebevoller Kleinarbeit die bereits legendären Spezial-Medaillen angefertigt. Das anschließende (oft sehr opulente und immer lustige) „Vereinsfestl“ inkl. Siegerehrung darf da natürlich nicht fehlen.

 

Auch die schon seit vielen Jahren durchgeführten Vereinstrainingslager in OL-technisch interessanten und anspruchsvollen Gebieten auch außerhalb von Österreich finden nicht nur auf Grund des hochwertigen Programms großen Zuspruch von Seiten der Vereinsmitglieder.


Neben aller Funktionärstätigkeit, Organisationsarbeit und dem Nachwuchs- und Spitzensporttraining steht aber immer an erster Stelle, den Mitgliedern vor allem die Freude am OL näher zu bringen. Denn jeder/jede Hobby- oder SpitzenläuferIn, egal welche Voraussetzungen er/sie mitbringt, ist beim WAT Orientierungslauf herzlich willkommen!