Mitteldistanz ist meine Disziplin!

Sonja Wlcek berichtet von den ACs 4&5 in Miesenbach


Im dritten Anlauf fand nun die Österreichische Meisterschaften der Mitteldistanz für Jugend und Senioren (endlich!) Mitte September im schönen Miesenbach bei Birkfeld statt. Es war schon peinlich gewesen, die Ferienwohnung dauernd stornieren zu müssen… Nun aber: Strahlender Sonnenschein,sommerlich-warme Temperaturen und ein Kurzurlaub. Und sogar eine Medaille!

Die Österreichische Meisterschaft im Fuß-OL für Jugend und Senioren musste im Frühling 2020 aufgrund der Covid19-Pandemie abgesagt und dann im Frühling 2021 auf den Herbst verschoben werden. Das fand ich schade, hatte ich den Wald auf der „Wildwiese“ doch seit der Staffel 2018 als besonders hübsch in Erinnerung! Und deswegen sofort nach der (ersten)Ausschreibung eine Ferienwohnung am Bauernhof gebucht und angezahlt. Die Vermieterin überwies das Geld zurück, auch nach der zweiten Buchung im Frühling...

Nun endlich – am 11. September, ein besonders einprägsames Datum – fand sie dann doch statt, die Meisterschaft in der Mitteldistanz! Im Rahmen der „Joglland 2 Tage“ gab es außerdem die Möglichkeit, eine verlängerte Mitteldistanz am Sonntag als Draufgabe zu laufen. Perfekt, dass die Wettervorhersage ein sonniges Wochenende prophezeite, ist doch Mitteldistanz „meine“ Länge!

Nachdem das Wettkampfzentrum beim „Wildwiesenhof“ auf über 1000 m liegt, bot es neben schönem Ausblick auch angenehme, nicht zu heiße Temperaturen. Nach dem gemütlichen Plausch und dem Anstieg zum Start – weitere100 Höhenmeter hinauf – freute mich ein weiteres Mal über die tadellose Organisation: Startlisten, Aufwärmbereich, Postenbeschreibungen – alles da! Na dann, los und ab in den Wald!

Ich startete vorsichtig zum ersten Posten, hielt mich auf Wegen und versuchte mich in die Karte einzulesen. Das bewährte sich, ist doch der 1:7500-Maßstab (noch immer) ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber: Ich konnte gut mitlesen. Ein kleiner Kompassfehler führte mich von meiner Wunschroute zum dritten Posten etwas ab, der Hochstand gab mir aber den entscheidenden Hinweis und ich verlor nurwenig Zeit. Herzlicher Dank an die Miesenbacher Jägerschaft!

Dann ging es nur so dahin: Hopp-hopp, die Höhenschichtlinie entlang zur Mulde, keuch-keuch hinauf zum Laubbaum, stolper-stolper steil hinunter über die Steine (Achtung auf die Knöchel!) zur Schneise. Check! Und wieder hinauf in eineFelsformation: Check! Hinunter! Hopp-hopp! Zum zehnten Posten dann (m)eine (typische?) Unsicherheit: „Wenn nach diesem Gebüsch kein Wurzelstock kommt, weiß ich nicht mehr wo ich bin…“ Zum Glück: Ein Wurzelstock! Und auch der Posten! Check!

Im Ziel war ich dann recht zufrieden mit mir, hatte ich mich doch den ganzen Lauf über gut konzentrieren können und nie den Kartenkontakt verloren. Auch die Beinmuskeln hatten – nach dem Fahrrad-Urlaub – gut mitgespielt. Dass ich dann aber sooo schnell gewesen war, überraschte mich trotzdem. Und machte mich ein bisschen stolz, hatte ich doch deutlich stärkere Läuferinnen hinter mir gelassen. Warum auch immer…

Dass mir der zweite Lauf über die verlängerte Mitteldistanz am Sonntag dann ebenfalls recht gut gelang, war dann nur noch eine Draufgabe. Glücklich, mit müden Beinen und einer Bronzemedaille im Gepäck ging es wieder zurück nach Wien. Wie schön, dass die „Naturfreunde Steiermark“ nicht aufgegeben hatten und die beiden Läufe im dritten Anlauf – und so perfekt organisiert – doch noch stattfinden konnten!


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