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WAT-OL Trainingslager 2016



Das heurige WAT-Orientierungslauf Vereinstrainingslager fand diesmal vom Freitag den 15. April bis Sonntag den 17. April 2016 im Lungau / Salzburg statt. Zentralort war Mauterndorf, wo wir im dortigen Gästehaus Mauser-Mühltaler optimale Unterkunftsbedingungen mit einem reichhaltigen Essen und sonstigen OL-fremden aber gern genutzten Sportmöglichkeiten vorfanden. Insgesamt nahmen 30 Vereinsmitglieder aller Altersstufen an diesem Trainingslager teil. Als Mitorganisator konnte der ASKÖ Henndorf Orienteering gewonnen werden. Mit Martin Lejsek und Markus König standen uns auch zwei qualifizierte OL-Trainer zur Verfügung, die nicht nur die einzelnen Trainingseinheiten gestalteten, sondern auch das Postensetzen und –abräumen im Gelände besorgten. Vor jeder Trainingseinheit gab es eine Vorbesprechung, sowie nach jeder Trainingseinheit eine Nachbesprechung - besonders mit unseren Jugendlichen.

Mit dem Wetter hatten wir großes Glück, ist ja der Lungau als Kältepol Österreichs bekannt. Aber glücklicherweise waren alle Laufgebiete schneefrei und im Großen und Ganzen auch gut belaufbar und wir hatten auch an allen 3 Trainingstagen meistens ein sonniges und warmes Wetter.

Bereits am Freitag gab es am Nachmittag einen Stadt-Sprint OL, der direkt in der Ortschaft Mauterndorf ausgetragen wurde. Eigentlich war er nur „zum Eingewöhnen“ geplant, aber er wurde dann doch für einige zu einer herausfordernden Trainingseinheit. Verschieden lange Strecken mit unterschiedlichen OL-technischen Anforderungen boten nicht nur ein adäquates Training für die arrivierten LäuferInnen, sondern auch für unsere Nachwuchsläufer. Die Teilstrecken führten kreuz und quer durch Mauterndorf und scheuten auch nicht vor deftigen Anstiegen zu kleinen Kirchleins oder vor wirklich steilen Abhängen (Schwierigkeitsgrad -12,5 = „überhängendes Geröll“, wenn man nicht eine freundlichere Route wählte) zurück. 3 Teilstrecken auf der langen Route wurden auch als „Sonderwertung – Routenwahl“ auserkoren, die danach eifrig diskutiert wurden.

Am Samstag / Vormittag stand ein von mir schon lange geplantes und daher persönlich initiiertes Routenwahltraining im „Fernwald“ am Programm, wo je nach Laufkönnen unterschiedliche OL-Bahnen 2 Mal abzulaufen waren, aber jedes Mal auf einer anderen vorgegebenen Route (einmal überwiegend auf Wegen und einmal überwiegend quer durch das oft schwer belaufbare Gelände, wobei es hier auch manche unsichere Ablaufpunkte zum Posten gab). Dadurch konnten im Vergleich der Laufzeiten zwischen den einzelnen Posten die Stärken und Schwächen auf den einzelnen Teilstrecken herausgearbeitet und auch im Rahmen der Nachbesprechung intensiv diskutiert werden.

Am Samstag / Nachmittag fand dann bei herrlichem Laufwetter eine Trainingseinheit auf der OL-Karte „Niederrainwald“ bei Mariapfarr statt, bei der in Schmetterlingsform je nach OL-technischem Können entweder auf einer normalen OL-Karte, einer Braun-Blaudruck Karte, einer reinen Braundruckkarte oder überhaupt in Form eines Kompassblindfluges oder eines „Memory-OL‘s“ gelaufen wurde. Auch hier war das Gelände teilweise mit schlecht belaufbarem Boden und auch im Anfangsteil mit Dickicht und Morast versehen, was besonders für die „Kompassblindflügler“ eine zusätzliche Herausforderung war. Zumindest 2 „Schmetterlinge“ schaffte aber fast jeder.

Am Samstag / Abend gab es noch eine Fortbildungseinheit mit dem Titel „Risikomanagement beim OL“, bei der das Risikopotential bei der Absolvierung eines Orientierungslaufes aufgezeigt wurde und auf die einzelnen Vermeidungsstrategien eingegangen wurde.

Am Sonntag / Vormittag stand dann ein Schmetterlings-OL im Traningwald bei Mauterndorf am Programm, wo von einem zentralen Start / Zielbereich aus einzelne kurze OL-Bahnen in einem steilen und sehr detailreichen Gebiet auf unterschiedlichen und teilweise reduzierten Kartenausschnitten anzulaufen waren, wobei die Posten in Form von kleinen Kärtchen nur dann gesehen werden konnten (oder auch nicht) wenn man daneben stand.

Am Sonntag / Nachmittag konnten dann alle KursteilnehmerInnen noch an einem Lauf des SOLV-Cups teilnehmen, der vom ASKÖ Henndorf Orienteering auf der Karte „Passeggen“ bei St. Andrä / Lungau organisiert wurde. Die Karte war funkelnagelneu überarbeitet, wurde doch das Gelände erst in den Tagen davor begangen und hochgezeichnet. Es hat sich aber ausgezahlt, denn sie war wirklich perfekt. In dem sehr detailreichen Laufgebiet konnten bei vielen Postenstandorten mit vielen und raschen Richtungsänderungen alle in den letzten Tagen erlernten Fähigkeiten angewendet und vertieft werden.

In Summe kann gesagt werden, dass diese 3 Tage intensives OL-Training nicht nur unseren Jugendläufern einen optimaler Einstieg in die Frühjahrssaison ermöglichten, sondern mit dem Quartier, den Trainern und dem Trainingsprogramm, den zur Verfügung gestellten Karten und auch dem glücklicherweise sehr guten Laufwetter wieder ein hervorragendes Trainingslager für unsere Vereinsmitglieder war. Das befürchtete Schlechtwetter mit Schnee bis in die Niederungen kam glücklicherweise erst eine Woche später.

Und dem ASKÖ Henndorf möchte ich hier noch einmal recht herzlich für die gute Organisation und Zusammenarbeit danken.

#WATintern

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