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WAT History: Studenten-WM 2012 in Spanien


Alle zwei Jahre findet eine Studentenweltmeisterschaft statt. Diese sind traditionell stark besetzt, Orientierungslauf ist einfach ein Akademikersport. Durch die Vorgabe des Verbandes, dass man heuer entweder WM oder StudWM läuft, gelang es mir mich für Spanien zu qualifizieren. Eingesetzt wurde ich auf der Langdistanz, Mitteldistanz und in der Staffel. Nach der Ankunft am Samstag, 30.6., nachts und einem kleinen Training am Sonntag stand das erste Highlight fußballerischer Natur am Programm: Das EM-Finale Spanien-Italien beim Public Viewing in Alicante. Livekommentatoren, Musik und hunderte Fans, so richtig ging's dann nach dem Schlusspfiff los. Montag stand das Model Event direkt am Strand an. Hier lernten wir, dass die Hänge schwer belaufbar sind und sich Wege absolut auszahlen, richtig relevant war das Gebiet aber nicht.


Darum war für die Langdistanz am Dienstag etwas Ungewissheit, was uns erwartet, mit dabei, aber 10km und 700HM für die Herren ließen erahnen, dass es steil werden würde. Leider verlor ich schon zum 2er Zeit, richtige Routenwahl, aber ein unnötiger Fehler kosteten gleich 3-4min. Danach gelangen mir auch nicht immer die besten Routenentscheidungen und ein Fehler kostete noch einmal zusätzlich 2min. Schlussendlich ein 58.Platz bei etwas über 100 Startern, 103min Laufzeit bei 75min Siegerzeit, nicht ganz zufriedenstellend.

Beim Sprint am Mittwoch konnte ich ausgiebig die tolle Stimmung genießen. So wie die ganze Woche hatte es um die 30°C, heißer als in Wien war es nicht, langes Gewand hätte ich aber nicht mitnehmen brauchen. Nach den ersten Berichten und einen Blick auf die tolle Karte und Bahn, tut es mir leid, dass ich nicht laufen konnte.

Donnerstag war Zeit für die Mitteldistanz. Die Vorzeichen deuteten auf extrem schwer hin. Thierry Gueorgiou hatte heuer im Frühjahr im Nebengebiet trainiert und gemeint, dass es für ihn eines der tollsten und schwierigsten Gebiete jemals war. Und so war es dann auch. Ruppiges, steiniges Gelände und eingeschränkte Sicht lieferten ihren Beitrag, aber vor allem die Tatsache, dass die gezeichneten Steine winzig waren und die genau kartierte Vegetation schwer zu lesen war, machten den Lauf unvergleichbar. Leider gelang mir kein guter Start, vor allem der 4er kostete unnötige eineinhalb Minuten. Danach kam ich immer besser zurecht und vermied größere Zeitverluste. Ergebnis 44min, 50.Platz und eine fabelhafte Siegerzeit (33min, fast zweieinhalb Minuten Vorsprung) vom Staffeleuropameister Martin Hubmann. Dieser meinte nachher, dass er einfach alles Kompass gelaufen ist und getroffen hat, nur beim 6er musste er raus sich auffangen und 20sec investieren. Für die Staffel am Freitag wurde ich als Schlussläufer für die Einserstaffel aufgestellt. Das Gebiet war das gleiche, wie in der Mitteldistanz. Nachdem Erik und Chris großartig gelaufen waren und auf einem Diplomplatz üergaben, war ich an der Reihe. Mit einer Ungenauigkeit und der läuferischen Strecke hatte ich hart zu kämpfen und wir kamen schließlich als 13. ins Ziel. Schade, dass mir kein Lauf aufgegangen ist, hier wäre (so wie bei meinen Einzeleinsätzen) einfach mehr drin gewesen.


Nach der großen Abschiedsfeier am Freitag, genoss ein Teil des Teams noch den Samstag am Strand von Alicante. Natürlich nÃützten wir die Möglichkeit um den genialen Sprint nachzulaufen und die Burg zu besichtigen. Sonntag stand dann Heimreise auf dem Programm.

Die Gebiete und Läufe in Alicante waren komplett anders als alles was ich bisher gelaufen bin. Es war eine super Woche, auch wenn mir kein wirklich guter Lauf gelungen ist. Die nächste Studenten-WM ist dann 2014 in Olmütz/Tschechien und studieren werden ich da noch :).

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