WAT Jugend auf einem Ausflug im Regen

Die Wettervorhersage lässt uns schon am Freitagabend erschaudern. Regen in ganz Österreich, auch in Kärnten, unserem geplanten Ziel für das Wochenende. Eigentlich verspricht der Wörthersee Partyfeeling, gute Laune und Sonnenschein. Die gute Laune war uns jedenfalls nicht zu nehmen.

Tag 1:

Treffpunkt 8:00 Wien 16. , wir trotzten den Umständen und begaben uns mit dem „Glanobil“ ins Ungewisse. Fahrer war einmal mehr meine neue Lieblingsmitfahrgelegenheit Franz(i) G. Hinzu kam der schlaksige und immermuntere Thomas F. Um die Stimmung aufzulocken durften natürlich auch die Geschichten einer Brie G. nicht fehlen. Auf der ca. 4-stündigen Fahrt warnte uns der Regen bereits vor. Mir machten uns jedenfalls auf einiges gefasst.

Nach einer kurzen Pause vorm Supermarkt mit wahnsinnigen GTI- Fahrern und -Innen sowie Geschichten aus dem Leben von Hugh Grant, ging es Richtung Wettkampfzentrum nördlich von Pörtschach am Wörthersee.

Nach anfänglichen Einparkschwierigkeiten (der Parkplatz war ein Sumpf - kein Finanzsumpf, ein echter) erreichten wir den Lagerplatz (ein Heustadl) wo wir von Christa und Walter herzlichst empfangen wurden. Auch die Vereinsinterne Konkurrenz in Form von Mr. Ehrgeiz Tom B. und der sich in Höchstform befindliche Franz K. tauchte bald auf. Mit Flo S. , Steve P. waren weitere H21- Lang Läufer vor Ort. Durch den Druck innerhalb der Mannschaft sollten wir trotz des Regens zu neuen Bestleistungen laufen. Brie stieg erst gar nicht aus dem Auto aus. Ihr war vermutlich das prall gefüllte, nach Schweiß und Stall duftende Stadl, nicht ganz geheuer.

Was soll ich zu dem Lauf schon sagen, er ist mir ein bisschen misslungen. Ziemlich erschöpft war ich bereits nach der Bergsteigerei zum Start. Völlig erschlagen dann als ich die Karte sah: A3, stark überladen und winzige Postenringe. Die 8,7km + 450HM sind ebenfalls nicht so ohne. Kurz: Ich war optimistisch und hoch motiviert.

Leider hatte ich schon bei den ersten 3 Posten enorme Probleme mit der Karte. Ich schwamm gleich in zweierlei Hinsicht (nicht vergessen: Regen!). Danach lief es bis auf zwei weitere große Schnitzer besser. Schön zu sehen war, dass die Konkurrenz ebenfalls nicht fehlerfrei lief. Erstaunlich, dass man viele Läufer, die einen eine halbe Stunde zuvor schon überholt hatten, wieder traf. Liebe grüße hier an Tom. Ab der Hälfte des Rennens starteten Flo und ich die Paarschulmeisterschaften im ExtremOL. Das ging soweit, dass ich ihn beim drittletzten Posten, beide bereits am letzten Tuch nagend, aus vollster Überzeugung in die Irre führte. Endergebnis: Zeit über 2 Stunden bei laut GPS Uhr 12 gelaufenen Kilometern.

Wie ging es den anderen? Franzi erwischte einen tollen Lauf mit 1:30, nur 20min hinter den besten Lauftieren in der H20E (selbe Strecke wie 21Lang). Er war im Ziel richtig euphorisch ob seiner idealen Laufverfassung an diesem Tag. Thomas erging es ähnlich wie mir. Viele Blindläufe. Der Arme war nach dem Lauf völlig erfroren. TomBa und Franz klagten über den einen oder anderen gröberen Fehler, hatten aber schlussendlich eine ganz ansprechende Zeit. Beeindruckt hat mich Steve, der ernsthaft behauptete, keinen einzigen Fehler gemacht zu haben und das auf dem Kurs. Und Brie? Ja unsere Understatement Königin wurde trotz kompliziertem Wettkampfverlauf Staatsmeisterin in der jüngsten Seniorenklasse! Weiters grandios: Hertha P. mit einer Staatsmeisterbronzemedaille. Die Frauen musstens wieder einmal richten.

Der Abend war wirklich toll! Dem exquisiten Abendessen folgte eine unterhaltsame Zimmerparty im Apartment 73A mit Erzählungen aus dem Leben von Sportlern, Partytigern und Gelegenheitskünstlern. Mit dabei natürlich auch die HalbWATbürger Alex, Helga und Lea. Das Quartier am Ossiachersee, von Flo organisiert, war eine gute Wahl. Vom Geruch, den wir hinterlassen haben, waren die Hausherren glaube ich weniger begeistert. Eventuell müssen wir nächstes Mal an einen anderen See.

Abb. 1: Für mich komplett neuartiges Gelände

Abb. 2: Totale Verwirrung zu Beginn des Laufes (GPS Data: Grün ist ein schneller Pace, rot ein langsamer)

Tag 2: Österreichische Meisterschaften im Mannschaftsorientierungslauf

Ein guter Tag beginnt mit einem köstlichen Frühstück hab ich mir mal sagen lassen. Hell Yeah I did it! Dreckige Sachen im Stiegenhaus zusammenklauben und ab ins Wettkampfzentrum (selbiges wie am Vortag). Bereits im Vorfeld wurde viel gemunkelt welche Mannschaft der WAT wohl in den Wald schicken würde. Leider mussten einige AUsfälle verkraftet werden. Die Mannschaft WAT 2 in der Aufstellung Bichl/ Fabian/ Glaner durfte sich dennoch berechtigte Hoffnungen auf den Gesamtsieg in der Herren Elite machen, war sie doch das jüngste und somit frischeste Team in dieser Kategorie.

Geschockt hat mich am frühen Morgen die Streckenlänge von 20km und 500HM. Spätestens nach Startschuss auf einer engen Lichtung waren die Sorgen vergessen. Ich möchte mich hier bei Thomas und Franzi bedanken, ich hatte sehr viel Spass während des Laufes. Insgesamt waren 46 Posten im Postennetz anzulaufen, davon vier Sammelposten in einer vorgegebenen Reihenfolge. Wir vertrauten auf spontane Entscheidungen und viele SI- Finger Wechsel, was sich im Nachhinein als unvorteilhaft erwies. Gerade bei der Wahl der Treffpunkte kam unsere Mannschaftsunerfahrenheit negativ zu tragen. Läuferisch waren alle Drei spitze unterwegs, vor allem Thomas konnte im letzten Drittel noch einmal kräftig zulegen. Im Postenraum war ich im Gegensatz zum Samstag sehr sicher, kann mich an keinen nennenswerten Fehler erinnern. Warum ich ständig die Bergsteigposten zugeteilt bekam, kann ich mir beim besten Willen nicht erklären. Vermutlich lag es am Gelände.

Rund um den vierten Sammelposten wählten wir die falsche Taktik (4min Wartezeit an einem Treffpunkt + viele unnötige Höhenmeter). Der damit verbundene Zeitverlust verwehrte uns eine bessere Platzierung. Nichts desto trotz schnappte sich Franzi auf den letzten Posten noch die Wr. Neustädter, die uns im Zielsprint unterlagen. Eine wirklich geile Aktion nach 2:20 Laufzeit. Zum Schluss noch Respekt an Tom und Franz, die sich die Elitestrecke zu Zweit vornahmen und nur zwei Minuten nach uns das Ziel erreichten. Dennoch WAT 2 > WAT 1.

Zum Abschluss unserer Reise gönnten wir uns ein Döner in der Klagenfurter Innenstadt, danach ging es auch schon wieder heimwärts. Es war ein tolles Wochenende mit jeder Menge neuer OL Erfahrungen.

Abb. 3: Meine Laufroute in der Mannschaft vom Start über Sammelposten A (GPS: grün = schnell), die blauen “Kreise” markieren Chipübergabestellen

Es folgt eventuell noch eine Google Earth Darstellung der gesamten Mannschaft, also stay tuned!

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