Orienteering Online Cup 2008

Am Dienstag, den 22.7., machten sich zwei mutige WATler auf eine Reise ins Ungewisse auf.

Ziel war der OO-Cup in Slowenien, ein 5-Tages-Lauf in landestypischen, schwierigen Gelände. Zuerst galt es jedoch einen Tag in Graz zu überleben, da uns der OLC Graz Bus Mittwoch um 4:30 von der Jugendherberge abholte. Dies funktionierte einwandfrei, vielen Dank an Tobi Guggenberger (unserem Fahrer, am Foto mit „Der Wust“), Chris Pfeiffer, Dominik Grünberger und Julian Zollneritsch, dass sie uns so spontan mitnahmen und freundlich aufnahmen.  

Doch als wir um halb fünf in der Früh in der eiskalten Morgenluft einstiegen, wussten wir nach der eingehenden eineinhalbtägigen Planung (siehe ÖFOL Diskussionsforum) noch gar nicht, ob wir starten dürfen und eine Schlafmöglichkeit bekommen. Dies war uns in der Eile nicht mehr möglich gewesen zu fixieren….

Doch die einwandfreie Organisation des slowenischen OO-Cup Teams, ermöglichte uns 2 Stunden vor dem ersten Start zwei (sehr billige) Startplätze in den Offen-Kategorien. Thomas „Weiß-immer-wo-er-ist“ Hack wählte sich Offen 2 (gleiche Strecke wie W18) und Franzi „Zielsprintmonster“ Glaner die Offen 1 (gleich wie M20 und M35). Somit war zumindest einmal ein Problem gelöst. Allgemein war die Organisation einfach, doch sehr effizient. Nie hatte man das Gefühl, dass jemand überfordert wäre und das ungefähr 1300 Läufer am Start waren. 

Die ersten drei Etappen hatten ihr Ziel auf einer Wiese mitten im Nirgendwo ungefähr 15km nördlich des Wettkampfzentrums Adjovscina. Erreichbar war diese Wiese nur durch eine gut mit Schlaglöchern bestückte Schotterstraße. Unser zurückhaltend fahrender Fahrer wich ihnen gekonnt aus. Der erste Lauf war eine Mitteldistanz auf dem Maßstab 1:7 500. 3km und 1:38 Stunden später erkannte ein sichtlich geschaffter TH die Schwierigkeit des Geländes an.

Doch bevor der erste Läufer in den Wald ging, wartete noch eine Überraschung auf uns: Österreichisches Ranglistenlauffeeling kam auf als Wolfgang „Goggi“ Pötsch uns zuerst auf Deutsch begrüßte und dann freundlicherweise auch noch auf Englisch („Welcome to OO-Cup 2008. Much luck to all runners….“). Es war technisch extrem anspruchsvoll und durch den steinigen Untergrund schlecht zu belaufen.

Nach dem Lauf fuhren wir ins Quartier der restlichen Busbesatzung in Ajdovscina (oder so) und dort fragten wir, ob sie nicht noch vielleicht zufällig zwei Betten frei hätten. Laut Homepage war das Studentenwohnheim, 100m vom Wettkampfzentrum, komplett voll. Doch das Wunder geschah. Wir bekamen ein Zimmer und konnten uns zufrieden den Bauch vollschlagen, um dann den Nachmittag zu verschlafen.

 

Am nächsten Tag stand eine Langdistanz auf 1:7 500 (!) am Programm. Wir genossen den Wald hinlänglich, Zeit nahmen wir uns dazu genug. Es war die schwierigste Etappe und FG hatte zuwenig gegessen für diese lange Strecke. Aufgeben tut man nur einen Brief“ von KR begleitete mich bis ins Ziel. Gleich anschließend starteten wir einen Ausflug ans slowenische Meer. Dort entspannten wir uns bei einer Runde Minigolf, um für den nächsten Tag fit zu sein, einem Mittelding zwischen Sprint und Mitteldistanz auf 1:5 000. Hier ging es unseren beiden WAT Helden mittelprächtig. TH verschenkte den Sieg in Offen 2 durch einen Idiotenfehler beim vorletzten Posten und FG ließ einen Posten aus, weil er nach einer Fressorgie unerwartet schnell laufen konnte (Ich hatte den Speed). Die verbleibende Zeit des Tages verbrachten wir in Miramare beim Besichtigen der Burg, im Meer und beim Fußballduell Graz gegen Wien (das überaus knapp an Graz ging, allerdings waren wir durch einen Spieler mehr gehandicapt).  

Die Etappen 4 und 5 fanden in schnelleren Gebieten statt, etwa 25km vom Wettkampfzentrum und hatten ein wenig mehr Ähnlichkeit mit österreichischen Wäldern. Samstag stand eine Langdistanz auf 1:10 000 am Programm, bei der wir uns beide recht tapfer schlugen. 

Am Nachmittag gab es eine Neuauflage des Klassikers Graz vs. Wien (Ergebnis wird verschwiegen, aber wir hatten wieder einen Spieler mehr…) und beim Abschlussessen tankten wir aus einer Zapfsäule ein isotonisches Getränk. Beim letzten Lauf, „einer verkürzten Langdistanz“ (hahaha), ging es uns beiden recht gut, das Gebiet war leichter und TH konnte sogar die 60min Schallmauer unterbieten und FG gelang, bis auf eine 15min Suchaktion, ein fehlerfreier Lauf. Fertig von fünf Läufen in äußerst forderten Gebieten bestiegen wir den Bus Richtung Heimat. Auf dem Weg nach Graz besuchten wir noch Laibach. Nach einem kurzen Spaziergang war nur noch unser Fahrer fähig den Schlossberg zu erklimmen. 

 

 

 

 

 

 

 

Nach einer erholsamen Stunde im Kaffee setzten wir die Reise nach Graz fort. Dort wurde das vom Stadtsportamt Graz ausgeborgte Auto geputzt und dann setzten die drei Wiener ihre Heimreise im Zug fort. Das Abenteuer OO-Cup 08 war für uns schließlich um 22 Uhr am Südbahnhof beendet und alle freuten sich auf ihre Betten…

 

Karten (1.Etappe, 2.Etappe 1.Teil, 2.Etappe 2.Teil, 3.Etappe, 4.Etappe, 5.Etappe):

3 Reaktionen zu “Orienteering Online Cup 2008”

  1. tobi

    sehr, sehr treffend ;)

  2. Wolfgang

    Super Bericht!

  3. TomBa Ba

    Sehr originell geschrieben! Super, dass ihr euch zu zweit auf die Reise gemacht habt!

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